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Zugfahrzeuge im Vergleich

News-Meldung
vom 07.09.2009
Der ADAC hat fünf Pkw der unteren Mittelklasse auf ihre Zugwagentauglichkeit geprüft. Gemeinsam ist ihnen der Dieselmotor, das Schaltgetriebe sowie eine Zugwagentauglichkeit für mindestens 1300 kg Wohnanhänger.

Das Ergebnis: Der VW Golf liegt unangefochten an der Spitze. Für das Ziehen von Wohnanhängern dieser Gewichtsklasse ist er „gut“ geeignet. Der Opel Astra belegt mit dem aufpreispflichtigen Trailer-Paket Platz Zwei. Das Trailer-Paket beinhaltet neben einem Berganfahrassistenten auch ein Anhänger-ESP und sollte beim Kauf unbedingt mitbestellt werden. Den dritten Rang erobert der Ford Focus. Er zeigt kaum Schwächen, kann aber beim Fahrkomfort im Gespannbetrieb nicht mit den beiden deutschen Konkurrenten mithalten. Peugeot und Renault belegen die letzten Positionen.

Die fünf Testkandidaten wurden speziell im Bereich Fahrstabilität, Fahrleistungen sowie Bremsen geprüft. Der Golf 2,0 TDI hat beim Gespannfahren am Berg keinerlei Probleme: Dank des starken Dieselmotors und der Berganfahrhilfe sowie einer fein dosierbaren Kupplung ist das Anfahren ganz leicht. Das ESP mit integrierter Anhängerstabilisierung sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit. Anders sieht das bei den beiden letzten Plätzen aus. Erschreckend das Ergebnis beim Peugeot 308: Er ist als einziges Fahrzeug für Anhänger bis 1700 kg zugelassen. Aufgrund der weichen Federung und dem fehlenden Anhänger-ESP hat das Fahrzeug Schwächen bei der Fahrstabilität. Der 1300 kg Anhänger pendelt bei einem plötzlichen Lenkimpuls stark nach. Bei der maximalen Anhängelast stößt das Fahrzeug an seine Grenzen und lässt sich nur mit Mühe stabilisieren. Der Renault Megane 1,9 dCi 130 zeigt eine gerade noch zufriedenstellende Fahrstabilität. Bei hohen Geschwindigkeiten pendelt der Anhänger lange nach. Der Renault fällt zusätzlich durch schlechten Fahrkomfort während des Hängerbetriebs auf.

Der ADAC fordert Peugeot auf, die Tauglichkeit ihres Fahrzeugs für 1700 kg schwere Anhänger zu optimieren oder die Zulassung auf 1300 kg zu reduzieren. ESP mit speziellen Anhängerprogrammen gibt es seit einigen Jahren. In der unteren Mittelklasse sind diese Systeme aber noch nicht die Regel. Auf diesem Gebiet müssen die Hersteller unbedingt nachbessern. Insgesamt ist zu betonen: Das Fahren mit Gespann muss geübt werden. Selbst Vielfahrer sind mit einem Wohnanhänger meist nur im Urlaub unterwegs und oft überfordert. Der ADAC bietet aus diesem Grund spezielle Fahrtrainings in seinen Sicherheitszentren an. Kommt ein Gespann ins Schlingern ist die richtige Reaktion immer zuerst der Tritt auf die Bremse. Gegenlenken bringt genauso wenig wie Gasgeben.

Quelle: ADAC