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Sprit sparen und Kosten senken

News-Meldung
vom 17.06.2021
Tipps zum cleveren Tanken und energiesparenden Fahren

In den Sommermonaten klettern die Spritpreise an den Tankstellen traditionell in die Höhe. Wer jedoch zur rechten Zeit zur richtigen Zapfsäule fährt und zudem sein Fahrverhalten anpasst, kann dennoch bares Geld sparen. Kfz-Experte Franz Eiber von A.T.U erklärt, wie man seinen Spritverbrauch wirksam reduzieren kann und worauf man beim Tanken achten sollte.

Wachsam sein: Spritpreise beobachten

„In der Regel tankt man abends günstiger als morgens, und montags ist es oft deutlich preiswerter als freitags“, fasst Franz Eiber zusammen. „Wem solche Faustregeln zu ungenau sind, der kann auf eine der zahlreichen Smart-Phone-Apps wie zum Beispiel clever-tanken oder die ADAC-Spritpreise-App zurückgreifen. Damit findet man schnell und einfach die aktuell günstigste Tankstelle in der direkten Umgebung.“

Bewusst fahren – Kurzstrecken vermeiden

Günstig tanken ist eine Möglichkeit, die Spritkosten zu senken – eine andere ist, das eigene Fahrverhalten zu überdenken. Es rechnet sich nicht, für kurze Wege zur Post, Drogerie oder zum Bäcker das Auto zu nutzen, denn so lange der Motor noch kalt ist, verbrennt er mit Abstand am meisten Kraftstoff. „Auf den ersten ein bis zwei Kilometern kann der Verbrauch umgerechnet schnell auf bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer ansteigen“, betont Eiber. „Daher empfiehlt es sich, Kurzstrecken zusammenzulegen oder den Wagen auch mal stehen zu lassen und das Fahrrad oder den ÖPNV zu nutzen – oder zu Fuß zu gehen.“

Ballast abwerfen: Dach-Gepäckträger entfernen

Auf dem Dach montierte Transporthilfen wie Ski- Gepäck- oder Fahrradträger verstärken den Luftwiderstand eines Fahrzeugs erheblich. Mit zwei Rädern auf dem Dach verbrennt der Motor bis zu 40 Prozent mehr Kraftstoff – deutlich sparsamer ist dagegen der Transport auf einem Heckträger: plus 18 Prozent. Aber auch ohne Fahrräder erhöht der Dachträger den Verbrauch um rund fünf Prozent. Daher ist es ratsam, einen nicht benötigten Gepäckträger stets zu entfernen. Eiber ergänzt: „Mit jedem Kilogramm Gewicht steigt auch der Verbrauch. Leere Getränkekisten spazieren zu fahren oder im Hochsommer immer noch die Schneeketten vom letzten Winter im Kofferraum zu transportieren, treibt die Spritrechnung unnötig in die Höhe. Das konsequente Befreien von nutzlosem Ballast zahlt sich übers Jahr gesehen aus.“

Druck machen: Reifendruck kontrollieren

Der Spritverbrauch hängt zudem mit dem Reifendruck zusammen, wie A.T.U-Experte Eiber verdeutlicht: „Bei niedrigem Reifendruck steigt der Verbrauch spürbar an, weshalb es sich lohnt, die Pneus regelmäßig zu überprüfen. Selbst ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch um rund fünf Prozent. Die empfohlenen Werte finden sich in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel, am Holm der Fahrzeugtür oder in der Drucktabelle des Reifenherstellers.“

Komfortzone ausweiten – Klimaanlage entlasten

Sitzheizungen und Klimaanlagen erhöhen zwar den Komfort, benötigen aber ebenfalls Sprit. Daher sollte man diese Features nur bei Bedarf nutzen. Franz Eiber rät: „Man kann die Klimaanlage entlasten, indem man vor der Abfahrt gründlich durchlüftet und die Fenster auch beim Anfahren noch geöffnet lässt. Ab Erreichen der Wunschtemperatur sollten sie jedoch konsequent geschlossen werden.“ So kann man den Energieverbrauch wirksam senken, ohne auf Komfort zu verzichten.

Fahrweise: Niedertourig und Motorstopp

Den höchsten Spritverbrauch hat ein Auto beim Anfahren und Beschleunigen – hier hilft es, möglichst früh in den nächsthöheren Gang zu schalten. Der Experte fasst zusammen: „Der zweite Gang kann schon kurz nach dem Anfahren eingelegt werden, in den dritten und vierten sollte man jeweils bei ca. 2.000 Umdrehungen hochschalten.“ Zudem ist es ratsam, den Motor bei Pausen von einer Minute oder länger abzustellen – etwa vor einer roten Ampel oder im Stau. „Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält: Durch den Neustart des Aggregats wird kein Benzin verschwendet. Eine im Auto verbaute Start-Stopp-Automatik spart im Stadtverkehr bis zu 15 Prozent Kraftstoff“, betont Eiber.