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Der Elbe-Lübeck-Kanal feiert Geburtstag

News-Meldung
vom 13.05.2011
(c) Carina Jahnke111 Jahre, 7 Schleusen und 3 Sterne

Er ist die blaue Ader quer durch das schöne Herzogtum Lauenburg, er ist der Nachfolger eines mittelalterlichen Handelsweges, an seinem Ufer genießen Radler eine komfortable Tour und um ihn herum spielt der Kultursommer am Kanal: der Elbe-Lübeck-Kanal wird in diesem Jahr 111 Jahre alt!

In seinem langen Leben ist der alte Herr nicht nur Wasserweg geblieben, sondern zum touristischen und kulturellen Mittelpunkt einer ganzen Region geworden. Am 16. Juni 1900 wurde der Elbe-Lübeck-Kanal durch Kaiser Wilhelm II. in Betrieb genommen. Der 62 Km
lange Kanal verbindet die Elbe im Süden mit der Trave und der Ostsee im Norden. Sieben Schleusen liegen heute zwischen Lauenburg und Lübeck. Dabei ist der Elbe-Lübeck-Kanal der Nachfolger des ersten Wasserscheidekanals Europas. Der Delvenau-Stecknitz-Kanal ging bereits 1398 in Betrieb. Er war der Transportweg für ein besonderes Gut: das Salz aus Lüneburg.

Jahrhundertelang wurde es auf der „Alten Salzstraße“ nach Lübeck transportiert und von dort aus in den gesamten Ostseeraum verschifft. Heute ist die „Alte Salzstraße“ ein mit 3 Sternen zertifizierter Radfernweg. Er führt von Lüneburg nach Lauenburg und von dort immer entlang des Kanals bis nach Lübeck. Die Spuren des Salzes und die technischen Zeitzeugen beider Kanäle sind noch an vielen Stellen erlebbar. Beispielsweise rund um Büchen: hier kann man sich in der Priesterkate, dem Kulturzentrum in Büchen Dorf, ausgiebig über den historischen Wasserweg informieren.

Etwas südlicher befindet sich in Witzeeze nicht nur die mit Wasserkraft betriebene Hotoppsche Schleuse, sondern auch die Dückerschleuse, eine historische Schleuse des einstigen Delvenau-Stecknitz-Kanals. Nördlich von Büchen wartet in Siebeneichen die einzige Fähre am Kanal auf ihre Gäste: sie befördert schon seit über 100 Jahren Mensch, Vieh und Fahrzeug auf die andere Seite nach Fitzen. Noch weiter nördlich kommt man nach Güster. Hier wurden große Kiesvorkommen entdeckt und über den Elbe-Lübeck-Kanal abtransportiert. Heute ist das ehemalige Abbaugebiet eine wunderschöne Seenlandschaft mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. (www.amt-buechen.eu)

Vorbei an der Eulenspiegelstadt Mölln gelangt man in die Stecknitz-Region rund um Berkenthin und Krummesse. In Berkenthin spiegelt sich das wunderschöne Ensemble des Pastorats und der Maria-Magdalenen-Kirche an der Wasseroberfläche des Kanals. Auf dem Friedhof befinden sich noch die alten Gräber der Stecknitzfahrer. Ganz in der Nähe liegt in den Sommermonaten die Rekonstruktion eines historischen Salz-Prahms: die „Maria-Magdalena“ gibt einen Eindruck davon, wie einst das kostbare Salz transportiert wurde. An jedem ersten Samstag im Monat kann der Salz-Prahm auch getreidelt werden. Zum Erwerb des „Treidlerpatents“ gehört auch das Trinken eines „Stecknitz-Köms“. Der wiederum wird in der Kornbrennerei in Krummesse hergestellt. Seit 1625 wird hier Hochprozentiges produziert. Abnehmer fanden sich sicher immer in Klempau’s Gasthof: seit 1577 im Familienbesitz ist er einer der ältesten Gasthöfe Deutschlands. (www.stecknitz-region.de)


Vom 25. Juni bis zum 25. Juli ist der Elbe-Lübeck-Kanal der kulturelle Mittelpunkt der Region: Beim KulturSommer am Kanal stehen besondere Veranstaltungen an besonderen Orten auf dem Programm. Ob offene Ateliers, Konzerte, Theater am Kanal oder Ausstellungen in romantischen Kapellen, privaten Dielen, barocken Herrenhäusern oder in der Natur – der KulturSommer am Kanal ist ein Erlebnis für die ganze Familie! Als ein Höhepunkt erleben die Gäste ein Kanu-Wandertheater, bei dem sie sich in herrlicher Naturkulisse von Szene zu Szene voranpaddeln. (www.rzkultur.de)

Viele weitere Informationen und Angebote rund um die „Alte Salzstraße“ und das Herzogtum Lauenburg gibt es auf www.hlms.de




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